Geothermie

Geothermie ist ein zuverlässiger und kostengünstiger Energielieferant. Mittels einer Erdwärmepumpe kann sie für Heizsysteme nutzbar gemacht werden.
Sonden, die tief ins Erdreich gebohrt werden, sind preislich die teureren Varianten. Ihr Vorteil ist die Unabhängigkeit von jahreszeitlichen Schwankungen der Bodentemperatur. Die mittlerweile üblichen kostengünstigeren Kollektoren werden flächig und weniger tief im Untergrund verlegt. Solche Kollektoren bestehen aus Kunststoffrohren, die in Schleifen oder in Form von Kapillarrohrmatten 80 - 160 cm tief unter dem Grundstück eingelassen werden. Sie sammeln im Boden gespeicherte Wärme aus direkter Sonneneinstrahlung oder eingedrungenen Niederschlägen. Die angeschlossenen Erdwärmepumpen beziehen witterungsbedingt also in den Zeiten des höchsten Energiebedarfs die geringsten Wärmemengen aus dem Erdreich. Dieser Umstand kann durch eine intelligente Steuerung der Wärmepumpe ausgeglichen werden.

Durch die Kollektoren wird das unter nur geringem Druck stehende Medium, meist ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel, geleitet. Dessen Siedepunkt liegt knapp unter der Temperatur des Erdbodens, und so wird der aufgeheizte Dampf von der Erdwärmepumpe zurück in den Verdichtungsbereich gesaugt und dort zusammen gepresst. Dabei steigt die Dampftemperatur über die des Heizungskreislaufs, wodurch Wärme an die Heizung abgegeben werden kann.

Die erforderliche Leistung einer Erdwärmepumpe und der damit verbundene finanzielle Aufwand bestimmen sich nach der benötigten Heizleistung. Für ein Einfamilienhaus ergeben sich Gesamtkosten von ungefähr 15.000 bis 20.000 Euro.

Bei der Modernisierung oder der Neuinstallation einer Heizung interessieren sich Verbraucher immer mehr für alternative Heizsysteme.
Heizungstipp stellt daher einige entsprechende Systeme vor.