Wärmepumpen Förderung

Fossile Energiereserven neigen sich dem Ende und Umwelt- und Klimaschutz fordern ein Umdenken bei der Energieversorgung. Angestrebt wird eine nachhaltige und zukunftsfähige Versorgung, was nur durch den verstärkten Ausbau regenerativer Energien, auch im Wärmebereich, erreicht werden kann. Um diese noch verhältnismäßig teuren Technologien nutzen zu können, bedarf es eines gewissen Anreizes seitens der Regierung. Zwar ist die staatliche Förderung für effiziente Wärmepumpen mit einigen Ecken und Kanten behaftet, es lassen sich aber auch andere Quellen anzapfen, um die Investitionen nicht komplett auf den Schultern des Bauherrn lasten zu lassen.

Staatliche Wärmepumpen Förderung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst Wärmepumpen mit einem speziellen Förderprogramm, das nach der zu beheizenden Fläche gestaffelt ist. Sofern die geforderten Bedingungen erfüllt sind gibt es für den Einbau einer effizienten Wärmepumpe eine Förderung. Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen wird allerdings nur die Hälfte des entsprechenden Höchstsatzes gezahlt. Desweiteren gilt die Förderung nur für Wärmepumpen, die der Bereitstellung von Raumheizung, bzw. Warmwasserbereitung in einem bereits bestehenden Heizsystem dienen. Die Installation in Neubauten wird nicht mehr gefördert. Hinzu kommt seit dem 01. Januar 2011, dass nur noch Wärmepumpen mit der Effizienzklasse A bezuschusst werden. Die Wärmepumpen Förderung ist an folgende Voraussetzungen gekoppelt.

- Einbau eines Stromzählers für elektrisch betriebene Wärmepumpen, für gasbetriebene Wärmepumpen gilt der Einbau eines Gaszählers und mindestens eines Wärmemengenzählers.
- bei elektrisch betriebenen Wärmepumpen ist der Nachweis einer Jahresarbeitszahl von 4,3 für Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen, von 3,7 für Luft-Wasser-Wärmepumpen erforderlich.
- Bei gasbetriebenen Wärmepumpen ist der Nachweis einer Jahresarbeitszahl von mind. 1,3 nötig.
- Fachunternehmererklärung für die korrekte Dimensionierung und Nachweis über den hydraulischen Abgleich der Heizung.
- Nachweis des COP-Wertes von geeigneter Stelle oder Wärmepumpen-Gütesiegel
- Ab 01.01.2011 Wärmepumpe mit effizienter Umwälzpumpe der Effizienzklasse A

Höhe der Basisförderung

Sind alle Anforderungen erfüllt so beträgt die Wärmepumpen Förderung 20 Euro je Quadratmeter Wohnfläche oder beheizter Nutzfläche in Nichtwohngebäuden. Für Luft-Wasser-Wärmepumpen reduziert sich der Förderbetrag um die Hälfte auf 10 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, bzw. beheizter Nutzfläche bei nicht bewohntem Raum. Für eine Wohneinheit ist der Förderbetrag auf die Höchstgrenze von 2.400 Euro beschränkt. Die maximale Wärmepumpen Förderung liegt bei 6.000 Euro für 5 Wohneinheiten und ebenfalls bei 6.000 Euro für Nichtwohngebäude. Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen reduziert sich der Förderbetrag entsprechend um die Hälfte.

Bonunsprogramm

Kommt gleichzeitig zur Wärmepumpe eine geförderte Solarthermieanlage zum Einsatz, so kann diese auf Antrag durch einen Kombinationsbonus mit 500 Euro bezuschusst werden. Die Förderung ist gesondert zu beantragen, es gilt jedoch das Einhalten einer Antragsfrist von 6 Monaten nach Inbetriebnahme, um eine Förderberechtigung zu erlangen.

Weitere Fördermöglichkeiten

Zusätzlich zu den staatlichen Fördermitteln können andere Förderungen für Wärmepumpen kombiniert werden. Etwa durch das KfW-Programm zur Wohnraum Modernisierung, des Gebäudesanierungsprogramms oder dem Kreditprogramm für Energie sparendes Bauen. Je nach Art und Umfang werden bestimmte Maßnahmen bezuschusst oder entsprechend zinsgünstige Kredite vergeben. Auch bei einigen Energieunternehmen liegt das Augenmerk auf der Förderung von Wärmepumpen. Nicht nur in Bezug auf günstige Stromtarife für den Betrieb der Pumpen, sondern auch für den Bau von Wärmepumpenanlagen wird ein Anreiz für die Installation geschaffen.

Bei der Modernisierung oder der Neuinstallation einer Heizung interessieren sich Verbraucher immer mehr für alternative Heizsysteme.
Heizungstipp stellt daher einige entsprechende Systeme vor.