Solarthermie

In privaten Haushalten wird nach aktuellen Studien über 10% der Energie zum Heizen von Brauchwasser eingesetzt. Dies ist der typische Einsatzbereich der Solarthermie. Allerdings kann die Solarthermie ebenfalls zur Unterstützung des Heizungssystems genutzt werden.

Brauchwassererwärmung durch Solarthermie

Im privaten Bereich werden als Solarkollektoren zur Brauchwassererwärmung zumeist die luftgefüllten, wärmegedämmten Röhrenkollektoren eingesetzt. Vakuumkollektoren sind zwar effizienter, dennoch nicht unbedingt wirtschaftlicher als ihre luftgefüllten Pendants. Röhrenkollektoren haben eine hohe Lebensdauer; manche Hersteller geben eine Garantie von 20 Jahren auf ihre Produkte.
Sonnenkollektoren können eine hohe Energiemenge aufnehmen, heizen sich dabei selbst nur wenig auf und strahlen auch nur wenig Energie durch Reflexion oder in Form von Wärme wieder ab. So nutzen sie die Solarthermie optimal, um die gewonnene Energie direkt in das System der Solarthermieanlage einzuspeisen.

Die aufgenommene Sonnenenergie wird an die durch den Kollektor geleitete Solarflüssigkeit abgegeben und mit dieser zum Speichertank abgeführt. Dort wird entweder das Brauchwasser direkt aufgeheizt oder aber die Wärme in einem Solarspeicher zwischengespeichert und später vom System verbraucht.

Die Solarthermie kann in unseren Breitengraden die Warmwasserversorgung in den Monaten März bis September sicherstellen. Das bedeutet, dass das normale Heizungssystem dann komplett abgeschaltet werden kann. Im Winter reicht die Sonneneinstrahlung hierfür nicht, doch kann dann das Brauchwasser immer noch vorgeheizt werden, was ebenfalls Energie spart.

Solarthermie in Kombination mit einer Öl- oder Gasheizung

Um die Solarthermie zur Heizungsunterstüzung einzusetzen, muss die Anlage mit der Heizung gekoppelt werden. Damit die Solarthermie wirtschaftlich arbeitet, sind etwa drei- bis viermal so große Kollektorflächen nötig, mindestens jedoch 12 Quadratmeter. Desweiteren sollten Vakuumröhrenkollektoren eingesetzt werden, um auch im Winter genügend Energie zu gewinnen. Bei Bestandsbauten müssen Neigung und Ausrichtung der Dachflächen auf Tauglichkeit geprüft werden. Zudem muss der Kombispeicher Platz finden, der üblicherweise einen Raum von 1 m² Fläche und 2 m Höhe benötigt.

Fazit

Insgesamt betrachtet ist die Solarthermie eine ökologische und umweltfreundliche Form der Energiegewinnung. Sie arbeitet emissionsfrei, funktioniert nahezu geräuschlos, verbraucht selbst kaum Energie und ist daneben noch wartungsarm. Um den passenden Fachbetrieb und ein die Solarthermie Kosten gut vergleichen zu können, ist es sinnvoll, mindestens 3 Angebote von Fachbetrieben einzuholen.

Bei der Modernisierung oder der Neuinstallation einer Heizung interessieren sich Verbraucher immer mehr für alternative Heizsysteme.
Heizungstipp stellt daher einige entsprechende Systeme vor.