Pelletkessel

Mit Pellets können entweder Einzelöfen oder Pelletkessel befeuert werden. Bei einer Zentralheizung mit Heizkessel funktioniert die Heizungsanlage wie bei anderen Brennstoffen auch: Die durch die Verbrennung des Brennstoffs (Pellets) entstehende Wärme wird über Wärmetauscher zur Erwärmung des Heiz- und gegebenenfalls des Trinkwassers genutzt. Auch bei Pelletkesseln, wird der Wirkungsgrad der Anlage vom gewählten System bestimmt. Bei Niedertemperaturkesseln werben einige Anbieter mit Wirkungsgraden von bis zu 95 %. Bei Pelletheizungen mit Brennwerttechnik sind Wirkungsgrade von über 103 % möglich. Immer wird der Wirkungsgrad bei Pelletheizungen entscheidend von einem sauberen Rost beeinflusst. Es gibt deshalb einige Geräte mit automatischer Rostreinigung.

Funktionsweise des Pelletskessels

Bei einer Pelletheizung werden Pellets auf einen Gitterrost im Brennraum transportiert und mit einem Heißluftgebläse werden die Pellets entzündet. Die Regelungsanlage der Pelletheizung steuert die Verbrennung und regelt die optimale Primär- und Sekundärluft sowie die Pelletmenge. Die anfallende Asche fällt durch den Rost in einen Aschebehälter. Ein wesentliches Unterscheidungskriterium für Pelletskessel besteht in der Zufuhr des Brennstoffs. Dafür sorgt das sogenannte Austragungssystem. Bei halbautomatischen Systemen wird per Hand von Zeit zu Zeit eine bestimmte Menge – etwa der Vorrat für ein paar Tage – in einen Vorratsbehälter gefüllt, der sich direkt neben dem Pelletskessel befindet und von dort über eine Förderschnecke in den Brennraum gelangt. Dann stellen Pelletskessel und -lager eine Einheit dar. Bei größerem Wärmebedarf wird aber im Allgemeinen ein vollautomatisches System gewählt. Hierbei werden aus dem Pelletlager entweder über eine Förderschnecke oder über eine Saugeinrichtung die Pellets zum Pelletskessel transportiert. Mit einer Saugeinrichtung können größere Strecken überwunden werden als mit einer Förderschnecke, allerdings verbrauchen sie auch mehr Strom als die Förderschnecken und es kann eine gewisse Geräuschbelastung auftreten. Die Asche muss vom Nutzer entsorgt werden.

Checkliste für den Kauf des Pelletkessels

Wer sich für einen Pelletskessel als Heizungsanlage entscheidet, der sollte vorher bestimmte Fragen geklärt haben:

  • • Welches Fördersystem ist im vorliegenden Fall sinnvoll?
  • • Ist ein modulierender Betrieb des Pelletskessels möglich (höherer Wirkungsgrad)?
  • • Ist der Pelletkessel mit Brennwerttechnik ausgestattet (deutlich höherer Wirkungsgrad)?
  • • Wird der Brennerrost automatisch gereinigt?
  • • Welcher Brenner ist im Pelletskessel installiert (Unterschubbrenner, Topfbrenner oder Unterschubbrenner mit Retorte)?
  • • Wieviel Platz benötigt das Lager?
  • • Ist eine Kombination mit Solar möglich?
  • • Wie groß muss der Pufferspeicher sein?
  • • Wie hoch sind die Betriebskosten (Strom für Austragung, Brennluftzufuhr, Regelung, Brennstoffkosten)?
  • • Wie hoch sind die Instandhaltungskosten (Schornsteinfeger, Wartung, Reparaturanfälligkeit)?
  • • Wie hoch sind die Anschaffungskosten? (Kosten für Pelletskessel, Speicher, Lager, Montage etc.)?
  • • Gibt es Fördermöglichkeiten (Zuschüsse, zinsgünstige Darlehen etc.)?

Bei der Modernisierung oder der Neuinstallation einer Heizung interessieren sich Verbraucher immer mehr für alternative Heizsysteme.
Heizungstipp stellt daher einige entsprechende Systeme vor.