Pellets

Angesichts schwindender Reserven an fossilen Brennstoffen gewinnt die Energiegewinnung aus Pellets wieder an Bedeutung. Holz ist ein regional nachwachsender Rohstoff. Seine Verbrennung setzt nur soviel CO2 frei wie der Baum während seines Wachstums aus der Atmosphäre gespeichert hatte. Besonders die Pelletheizung wird bei Verbrauchern immer beliebter.

PelletsHolzpellets
Holzpellets bestehen aus Abfällen der holzverarbeitenden Industrie. Ursprünglich wurden Hobel- und Sägespäne für den leichteren Abtransport gepresst, was bereits in den 1970er Jahren zur Entwicklung von entsprechenden Heizungen führte. Heute ist die Qualität der Pellets per DIN geregelt. Sie haben einen Durchmesser von 6 bis 8 mm und eine Länge von 20 bis 40 mm, sind frei von Verunreinigungen durch Zusatzstoffe und haben eine hohe Energiedichte, da sie unter hohem Druck hergestellt werden und einen geringen Wasseranteil haben. Der Heizwert von Holzpellets liegt bei 5 kW/kg. Zum Vergleich: ein Liter Öl bzw. ein Kubikmeter Erdgas liefern eine Energiemenge von 10 kW.

Die Herstellung von Pellets, deren Energieaufwand etwa 5% ihres Heizwertes erfordert, und ihre Verbrennung mit einem Staubanteil von unter 1% und einem Aschegehalt von unter 0,5% machen die gute Ökobilanz dieses Brennstoffes aus. Auch die kurzen Wege zwischen Hersteller und Verbraucher tragen dazu bei. Die entstehende Asche kann zur Pflanzendüngung verwendet oder im Hausmüll entsorgt werden.

Vor- und Nachteile

Aus dem Heizwert ergibt sich der erste geringe Nachteil von Holzpellets gegenüber Öl, nämlich der größere Platzbedarf bei der Lagerung. Er wird ausgewogen durch die Tatsache, dass ein Pelletlagerraum beliebig hoch befüllt werden kann, womit sich praktisch der gleiche Grundflächenbedarf wie für einen Öltank ergibt. Zudem entfallen beim Lagerraum die Wartungskosten und Prüfungen auf Lecks im Vergleich zum Öltank.

Ein gewisses Risiko stellt die Nachschublieferung an Pellets dar. Obwohl die staatliche Bezuschussung der Investition in eine neue Pelletheizung in Deutschland bereits zweimal gekürzt wurde, sank die Nachfrage kaum. Die Anzahl der Erzeuger von Holzpellets ist hier jedoch vergleichsweise gering, während in den hauptsächlich erzeugenden Nachbarländern wie Österreich und der Tschechei die Binnennachfrage ebenfalls ständig wächst, so dass die Exporte sinken. Der Holzbedarf steigt gleichzeitig insgesamt weltweit, so dass eine Preissenkung für Pellets nicht zu erwarten ist.

Fazit

Im Vergleich zu den in den letzten Jahren stark gestiegenen Öl- und Gaspreisen sind die Brennstoffpreise für eine Pelletheizung jedoch nach wie vor erheblich niedriger. Daneben steht der Mehrwert für die Umwelt.

Bei der Modernisierung oder der Neuinstallation einer Heizung interessieren sich Verbraucher immer mehr für alternative Heizsysteme.
Heizungstipp stellt daher einige entsprechende Systeme vor.