Pelletheizung

Als Zentralheizung besteht eine Pelletheizung aus den gleichen Komponenten wie andere Heizungen auch. Die Holzpellets werden als Brennstoff aus dem Vorratslager in die Therme transportiert und dort verbrannt. Die entstehende Wärme wird zum Erhitzen des Heizkreislaufs und/oder des Heißwasserreservoirs verwendet. In der Ausführung als Brennwerttherme wird auch der größte Teil der Abwärme mitgenutzt, so dass die nach außen abgegebenen Abgase nur noch eine Temperatur von etwa 40°C haben.

Aufgrund ihres geringeren Heizwertes brauchen Holzpellets mehr Platz bzw. Volumen für die Vorratslagerung als beispielsweise Öl. Da die Füllhöhe bei Pellets größer sein darf als in einem Öltank, benötigt eine Pelletheizung meist nur einen Lagerraum mit einer ähnlichen Grundfläche wie ein Öltank, um für eine Heizperiode gerüstet zu sein. Die Wartungskosten für Dichtigkeitsüberprüfungen entfallen bei der Pelletlagerung hingegen völlig.

In einer vollautomatischen Pelletheizung wird der Brennstoff per Saugrohr oder Transportschnecke aus dem Lagerraum in die Therme befördert. Heutzutage sind diese Nachschubsysteme mikroprozessorgesteuert und verbrauchen daher nicht mehr Energie als unbedingt nötig.

Kleinere halbautomatische Pelleteinzelöfen haben nur eine Leistung von bis zu 8kW und eignen sich zum Heizen einzelner Räume, Etagen oder kleiner Häuser mit wenig Energiebedarf. Ein Vorratsbehälter direkt am Ofen wird von Hand mit Pellets befüllt, und von dort wird der Tages- oder Wochenvorrat automatisch bedarfsgerecht per Förderschnecke in den Brennraum transportiert. Wenn mehrere Räume, etwa eine Wohnung, beheizt werden sollen, bieten so genannte wasserführende Pelletöfen die Möglichkeit, mit einem eigenen Heißwasser-Reservoir direkt an einen Heizkreislauf angeschlossen zu werden. Sie geben dann je nach Regelung nur 20-40% der Wärme an den Raum ab, in dem sie selbst stehen.

Pelleteinzelöfen wirken aufgrund ihres hohen Anteils an Strahlungswärme sehr behaglich. Auf dem Markt werden bereits viele formschöne Modelle angeboten, die in Wohnräumen gut zur Geltung kommen. Gerade wenn sie mit einem Sichtfenster ausgestattet sind, so dass die Flamme zu sehen ist, haben sie den Charakter eines offenen Kamins. Jedoch sollte der beheizte Raum nicht zu klein sein, um Überhitzung zu vermeiden.

Eine Pelletheizung arbeitet üblicherweise mit einer Vorlauftemperatur von 55-60°C. Kombinierte Wasserspeicher für Heiz- und Brauchwasser begünstigen eine intelligente Steuerung der Heizleistung. Gerade hier bietet sich eine gute Gelegenheit, eine Pelletheizung mit Solarthermie zu koppeln. Auch Solarthermie-Systeme sind meistens auf diesen Temperaturbereich ausgelegt. Daher kann in einer entsprechend konzipierten Heizungsanlage die Solarthermie die Pelletverbrennung nahtlos unterstützen oder in sonnenreichen Monaten sogar vollständig ersetzen.

Grafik: (C) unendlich-viel-energie.de

Bei der Modernisierung oder der Neuinstallation einer Heizung interessieren sich Verbraucher immer mehr für alternative Heizsysteme.
Heizungstipp stellt daher einige entsprechende Systeme vor.

Tipps

Neben der Wärmenutzung zur Raumheizung eignen sich Pellets auch zur Stromerzeugung mittels Holzvergasung. Das bei der Verbrennung entstehende Gas verbrennt ohne Sauerstoff nicht und lässt sich mit hohem Wirkungsgrad in Strom umwandeln.