Kachelofen

Romantik pur versprechen Kamine und Kaminöfen, die man als Feuerstelle in das Wohnzimmer integrieren kann. Zu diesen Bauwerken gehört auch der Kachelofen. Dieser wird im Allgemeinen aus Schamottesteinen hergestellt, mit Kacheln verkleidet und mit Briketts oder Holz beheizt.

Entwicklung und aktuelle Trends

Während die Heiztechnik der Kachelöfen seit Beginn ihres Daseins kaum verändert wurde, tat sich in der äußerlichen Gestaltung eine Menge. Vor einigen Jahren war der Kachelofen noch völlig verkachelt. Doch seit etwa 25 Jahren wurden viele Modelle hauptsächlich mit Simskacheln oder Zierelementen aus Keramik versehen. In den letzten Jahren ging der Trend dann mehr zu schlichtem und puristisch gestaltetem Design. Klare Linien, gerade und verputze Flächen sowie große Frontscheiben bestimmen nun das Bild. So finden sich heutzutage zudem auch immer mehr Alternativen was das verwendete Material betrifft. Keramik beispielsweise bietet eine solche Alternative zu den dennoch nach wie vor sehr  beliebten Natursteinen wie Granit, Schiefer oder Sandstein als Verkleidung für den Kaminofen. Auch das einst übliche Grün als typische Farbe der Kacheln wurde inzwischen durch modernes Weiß abgelöst. Dieses Weiß wird auch gerne mit warmen Brauntönen oder tiefen Schwarztönen als Kontrast bei Kachelöfen verbaut.

Kachelofen Modelle und Heizleistung

Nicht nur in dem Design der Kachelöfen hat sich einiges getan. Es existieren desweiteren auch unterschiedliche Modelle der Kachelöfen. Grundofen, Warmluftofen oder Kombiofen, sind als Grundformen zu nennen, als Sonderformen kommen die Warmluftzentralheizung und der Hypokaustenofen hinzu. Der Grundofen wird auch Speicherofen genannt. Dieser aus Keramik oder Naturstein hergestellte, geschlossene Kachelofen nimmt die entstehende Wärme auf und gibt sie über lange Zeit in Form von Wärmestrahlung gleichmäßig wieder ab. Diese Speicheröfen sind deutlich schwerer im Gewicht als die anderen Arten der Kachelöfen, da sie aus einer Brennkammer, einer Ausbrandzone und einem Wärmetauscher aus Keramik bestehen. Durch die hohen Temperaturen von 800° bis 1000°C kann aber ein optimales Maß an Energie frei gesetzt werden. Diese produzierte Energie wird zuerst als Energie im Schamottestein gespeichert, bevor sie dann als Strahlungswärme an den Raum weitergegeben und diesen somit auf diese Art erwärmt. Die Strahlungswärme ist in ihrer Intensität maßgeblich von den verwendeten Kacheln, genauer gesagt deren Material abhängig. Je besser das verwendete Material Wärme leitet, desto ist effizienter die Strahlungswärme. So kann die Nachheizzeit bis zu 24 Stunden betragen.

Hinweise zum Betrieb

Natürlich birgt die Nutzung eines jeden Kachelofens auch Gefahren. Diese sind jedoch in den meisten Fällen auf Bedienungsfehler zurück zu führen. Beispielsweise darf die Tür des Kachelofens erst geöffnet werden, wenn restlos alle Flammen erloschen sind, denn wenn die Luftzufuhr unterbrochen wird solange Kohle oder Holz noch Flammen entwickeln, kann das entstandene Kohlenmonoxid in den Raum gelangen. Zudem können unvollständige Verbrennungen im Schornstein Ablagerungen von Teer oder Ruß bilden, die dann wiederum Auslöser für einen Schornsteinbrand sein können.

Bei sachgemäßer Bedienung allerdings kann nichts passieren, so dass man sich voll und ganz auf die behaglichen Wirkungen des Kachelofens konzentrieren kann.

Bei der Modernisierung oder der Neuinstallation einer Heizung interessieren sich Verbraucher immer mehr für alternative Heizsysteme.
Heizungstipp stellt daher einige entsprechende Systeme vor.