Ölheizung reinigen

Häufig stellt sich die Frage, ob überhaupt bzw. wann wie und durch wen eine Ölheizung zu reinigen ist. Grundsätzlich sollte eine Ölheizung nur durch jemanden gereinigt werden, der fachlich kompetent genug ist – das kann allerdings auch ein versierter Heimwerker sein, insbesondere dann, wenn dieser dem Fachmann bereits einmal bei der Reinigung der Ölheizung über die Schulter sehen konnte.

Vorteile

Spätestens bei Kesselstörung und Ausfall der Heizung oder nach der jährlichen Überprüfungsmessung durch den Schornsteinfeger und dessen Aufforderung, binnen festgesetzter Frist die Ölheizung zu reinigen, muss man handeln. Aber auch der Gedanke an den notwendigen Umweltschutz sollte eine regelmäßige Reinigung der Ölheizung auslösen, um die schädlichen Rückstände und Abgase so gering wie möglich zu halten. Nicht zuletzt benötigt eine gepflegte und saubere Ölheizung weniger Brennstoff und spart bares Geld, man schätzt hier eine Ersparnis von bis zu 5 %. Auf die Frage nach der Häufigkeit einer Reinigung kann keine feste Regel aufgestellt werden, in jedem Fall sollte man die Ölheizung einmal im Jahr reinigen.

Schritt für Schritt

Für ständig laufende Anlagen aufgrund einer Warmwasserbereitung wird häufig eine zweimal jährliche Reinigung empfohlen. Bei einer Reinigung im Jahr ist es empfehlenswert, diese vor dem Besuch des Schornsteinfegers auszuführen, um optimale Messbedingungen zu erzielen. Wichtig ist jedoch, die Ölheizung richtig und fachgerecht zu reinigen. Beispielsweise muss die Filterpatrone ausgetauscht werden, hierzu ist die Heizung zunächst am Hauptschalter auszuschalten und das Zulaufventil muss geschlossen werden. Nun kann man Schauglas und Filterpatrone abschrauben und die neue Filterpatrone sowie das Schauglas einschrauben. Jetzt kann man das Absperrventil wieder öffnen und die Heizung einschalten, allerdings sind oft mehrere Startversuche nötig, da die Pumpe das Öl neu ansaugen muss.

Aber auch der Brenner bzw. Brennerraum muss gereinigt werden, was man – natürlich ebenfalls bei komplett abgeschalteter Ölheizung sowie entfernter Abdeckung – durch Entfernen von Staub und Flusen mittels Staubsauger und Pinsel oder Bürste durchführen sollte. Bei den meisten Ölheizungen bekommt man Zugang zum Brennerraum, indem man die Brennereinheit wegklappt und den Brenntopf herauszieht. Auch die Schlacke an der Pforte zum Abgastunnel muss hierbei entfernt werden. Bei der Reinigung des Turbinenrades ist zu beachten, dass zunächst die Gebläseabdeckung demontiert werden muss und man keinesfalls die Einstellung der Luftsaugöffnung verstellen oder an der Druckeinstellschraube drehen darf. Es darf nicht vergessen werden, den Rauchabzug zu prüfen und ggf. zu reinigen.

Fazit

Wer sich alle diese Arbeiten nicht oder noch nicht zutraut, sollte die Reinigung der Ölheizung zunächst dem Fachmann überlassen und diesem ggf. bei der Arbeit zusehen. Allerdings sind mit einer solchen Reinigung durch eine Fachfirma Kosten verbunden, die sehr unterschiedlich sein können, so dass sich das Einholen von Vergleichsangeboten lohnt.

Bei der Modernisierung oder der Neuinstallation einer Heizung interessieren sich Verbraucher immer mehr für alternative Heizsysteme.
Heizungstipp stellt daher einige entsprechende Systeme vor.