Ölheizung

In einer konventionellen Ölheizung fließt das Öl aus dem Tank in den Heizkessel und wird dort verbrannt. Die Verbrennungsrückstände werden durch den Schornstein in die Umgebungsluft abgeführt bzw. verbleiben als Schlacke im Heizkessel. Das durch die VerbreHeißwassnnung erhitzte Wasser wird entweder im ertank gespeichert oder zirkuliert mithilfe der Umwälzpumpe durch den Heizkreislauf. Alle diese Komponenten bieten bei einer Modernisierung erhebliches Einsparpotenzial.

Die Umstellung auf schwefelarmes Heizöl, das in jeder Ölheizung verwendet werden kann, spart beispielsweise 1,5 Cent/Liter Mineralölsteuer, senkt aufgrund seiner nahezu rückstandsfreien Verbrennung die Wartungskosten und steigert die Lebensdauer des Heizkessels. Obwohl keine Umrüstung der Heizungsanlage nötig ist, wird empfohlen, das herkömmliche Öl vor der ersten Neubefüllung mit schwefelarmem Öl zunächst soweit wie möglich zu verbrauchen, sowie Brenner und Kessel reinigen zu lassen.

 

Brennwerttechnik

Ein Öl-Brennwertkessel nutzt die Wärme der bei der Verbrennung entstehenden Abgase. Hierbei wird der entstandene Wasserdampf, der normalerweise mit einer Temperatur von 160 Grad entweicht, gekühlt und zum Kondensieren gebracht und so als zusätzlicher Energielieferant genutzt. Dies spart gegenüber einer konventionellen Öltherme 40% Brennstoff. Auch die Dämmung des Heißwasserspeichers und die Regulierung der vorgehaltenen Wassermenge bieten Sparpotenzial. Ganz wichtig ist es, die Heizpumpe kritisch unter die Lupe zu nehmen. Der Einsatz einer modernen Hocheffizienzpumpe kann bis zu 80% der Stromkosten einsparen. Für Hausbesitzer ist die Modernisierung ihrer Ölheizung meist billiger als die Umrüstung auf einen anderen Brennstoff. Und bei einem Brennwert, das heißt der Nutzung der dem Brennstoff innewohnenden Energie von 98% ist die Ölheizung ökologischer als ihr Ruf.

 

Bioheizöl

Moderne Ölheizungen können meistens auch mit so genanntem Bioheizöl betrieben werden, das in vielen Regionen Deutschlands im Handel erhältlich ist. Hier wird dem Mineralöl 5% flüssiger Brennstoff aus nachwachsenden Rohstoffen beigemischt. Meist ist das Biodiesel. Manche neuere Ölheizungen sind vom Hersteller für bis zu 10% Beimischung freigegeben. Im Vergleich zu Gasheizungen bieten Ölheizungen den Vorteil der Lagerungsmöglichkeit des Brennstoffs. Dies ermöglicht dem Verbraucher, Heizölpreise zu vergleichen und Preisschwankungen nach unten zu nutzen. So zeigte der Heizspiegel des Deutschen Mieterbundes, dass 2009 die Heizkosten mit Öl durchschnittlich um 20% unter denen mit Gas lagen. Die Hersteller werben damit, dass moderne Ölheizungen problemlos mit der Nutzung erneuerbarer Energien koppelbar seien - was wohl für alle Brennstoffe gelten dürfte.

 

Perspektive

Die Installation einer Ölheizung in einem Neubau will trotz allem gut überlegt sein. Fossile Brennstoffe werden weltweit knapp, und die Förderung aus immer tiefer gelegenen Vorkommen birgt immer größere Risiken für die Umwelt. Auch der Umstieg auf Biodiesel aus nachwachsenden Rohstoffen ist kritisch zu sehen, da längst nicht alle produzierenden Länder die Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion ausschließen, natürliche Lebensräume schützen und garantieren, dass die Produktion von Biodiesel weniger Treibhausgase freisetzt als die Erdölförderung.

Bei der Modernisierung oder der Neuinstallation einer Heizung interessieren sich Verbraucher immer mehr für alternative Heizsysteme.
Heizungstipp stellt daher einige entsprechende Systeme vor.