Globaler Wettkampf um begehrte Rohstoffe

Obwohl die globale Finanz- und Schuldenkrise die Weltwirtschaft fest in ihrem Griff gefangen hält, lässt der Hunger nach Rohstoffen nicht nach.
Schwellenländer, wie Indien, China und Brasilien, befeuern ihr rasantes Wirtschaftswachstum vor allem mit fossilen Energieträgern. Ihre wachsende Nachfrage erzeugt eine zunehmende Konkurrenz mit den Industrienationen, was schon jetzt zu einem Wettlauf um die besten Lieferverträge führt. Im Fokus stehen vor allem Seltene Erden. Sie zählen zu den wichtigsten Rohstoffen für die Herstellung von modernen Elektronikkomponenten. Einen unangefochtenen Spitzplatz nimmt jedoch weiterhin das Erdöl ein. Es gilt als Motor des gesamten Welthandels und beeinflusst maßgeblich dessen Wachstum. Aufgrund der steigenden Nachfrage auf dem Rohstoffmarkt, kombiniert mit einer stetigen Verknappung der Ressourcen, ist aktuell von einer kontinuierlichen Preissteigerung auszugehen.

Der Erdölpreis im Fokus der Weltpolitik

Erdöl nimmt zu Recht den Platz des wichtigsten Energierohstoffes ein. Nicht nur das Verkehrswesen ist in weiten Teilen vom Erdöl abhängig. Zahlreiche Produktionsprozesse beinhalten die Verwendung von Erdöl und dessen Komponenten. Zudem spielt Erdöl eine große Rolle bei der Wärmerzeugung.
Aktuell wird der Ölpreis an den Rohstoffbörsen von mehreren Parameter beeinflusst. Zum einen ist die strenge Frostwelle, die weite Teile Europas unter Eis und Schnee bedeckt hält, treibender Faktor für den Preis von Heizöl. Hier wirkt sich die punktuell hohe Nachfrage akut auf den Kursverlauf aus. Hinzu kommen Lieferschwierigkeiten, hervorgerufen durch eine wetterbedingte Blockierung zahlreicher Lieferwege. Als weiterer Preistreiber fungieren politische Spannungen. Mit zunehmender Nervosität reagiert der Erdölpreis auf die Euro- und Finanzkrise. Das Embargo gegen den Iran hat am Ölmarkt zu einer zusätzlichen Verknappung geführt. Eine Lösung des Atomkonfliktes und damit einer Lockerung des Öl-Embargos ist kurzfristig nicht abzusehen. Wachsende Spannungen sind auch im Fall Syrien zu erwarten. Sollte es zu einer Intervention kommen, droht ein Übergriff auf die gesamte Region. Wichtige Förderländer wären davon betroffen. Auch dieses Risiko dürfte sich bereits in den Ölpreis einpreisen.
Ebenfalls unsicher ist die Lage in Libyen. Zwar ist die Ölförderung nach dem Sturz des Gaddafi-Regimes wieder angelaufen, doch stabile politische Verhältnisse haben sich noch nicht eingestellt. Auch hier besteht ein Risiko auf einen erneuten Ausfall der Förderung.

Der Erdgaspreis und seine Abhängigkeit vom Erdöl

Betrachtet man die Entwicklung des Erdgaspreises an der Rohstoffbörse fällt ein scheinbar überraschender Trend ins Auge. Denn seit einem Kurzzeithoch im Jahr 2010, ist der Erdgaspreis kontinuierlich gesunken. Kurzzeitige Kursschwankungen kamen in der Regel durch klimatische Bedingungen zustande, da Erdgas vor allem zur Wärmeerzeugung eingesetzt wird. Mit dem Ende der Heizmonate setze der Erdgaspreis stets seinen Kursverlauf nach unten fort.
Im Gegensatz dazu, ist der Bezugspreis von Erdgas für den Verbraucher auf Bergfahrt. Jahr für Jahr ergeben sich erneute Preissteigerungen. Faktisch ist dies auf die Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis zurückzuführen. Obwohl es sich dabei um keine rechtliche Vorgabe handelt, ist die Kopplung eine Marktgegebenheit, die auf starke Kartelle zurückzuführen ist. Als weiterer Faktor sind langfristige Versorgungsverträge für die Steigerung des Gaspreises verantwortlich. Flexible Anpassungen seitens der Versorger sind so nahezu ausgeschlossen. Sollte die Nutzung von Erdgas jedoch weiter zunehmen, müsste auch an den Börsen mit einem steigenden Kursverlauf gerechnet werden.

Bei der Modernisierung oder der Neuinstallation einer Heizung interessieren sich Verbraucher immer mehr für alternative Heizsysteme.
Heizungstipp stellt daher einige entsprechende Systeme vor.