Wandheizung

Die Strahlungswärme einer warmen Wand fühlt sich sehr angenehm an. Das wussten bereits die Römer, als sie mit Heißluft versorgte Fußboden- und Wandheizung bauten. Die moderne Wandheizung wird jedoch anders als bei den Römern durch Verlegen von Warmwasserrohren realisiert. Eine Warmwasser-Wandheizung kann sowohl im Trockenbau als auch unter Putz montiert werden.
 
Nassbau- oder Trockenbau
Im Nassbau werden die Rohrleitungen in Schleifen mit Klemmleisten auf der Mauer befestigt. Nach Anschluss und Druckprobe können sie direkt eingeputzt werden. Die mögliche Vorlauftemperatur der Wandheizung hängt vom verwendeten Putz ab. Lehmputz und Gips vertragen nur bis zu 50°, Kalk-Zementputz erlaubt jedoch auch hohe Vorlauftemperaturen. Sogar geflieste Wände können beheizt werden.

Im Trockenbau werden die Rohre der Wandheizung auf der Unterkonstruktion angebracht. Dann wird direkt unter der raumseitigen Platte ein Wärmeleitblech montiert, das schon nach 30 Minuten Aufheizzeit behagliche Wärme abgibt. Außer den Rohren, Anschlussstücken und dem Wärmeleitblech sind keine weiteren Komponenten für die Montage erforderlich. Ein Selbsteinbau ist also durchaus praktikabel.

Einsatzgebiet
Eine Wandheizung empfiehlt sich überall da, wo das Aufstellen von Heizkörpern nicht möglich oder nicht erwünscht ist. So wird sie zum unsichtbaren Helfer des Wohnambientes. Gerade in der Nähe von Sitzplätzen trägt ihr Einsatz sehr zur Behaglichkeit bei. Da die Strahlungswärme vom Körper direkt aufgenommen wird, fühlt man sich bereits bei niedrigeren Raumtemperaturen von 18-19° wohl. Leicht nachzurechnen, dass hier ein großes Energiesparpotenzial besteht. Die Faustregel sind 20-30% Ersparnis im Vergleich zu normalen Radiatoren. Baubiologisch betrachtet ist eine Wandheizung für Allergiker ideal, denn sie erzeugt keinerlei Luftkonvektion und wirbelt daher auch keine Allergene wie Staub oder Pollen auf. Zudem hält sie die Bausubstanz trocken und schützt so vor Schimmelbildung.
 
Fazit
Die als Heizfläche genutzte Wand sollte nicht großflächig von Schränken oder Wandteppichen verdeckt werden. Auch beim Aufhängen von Regalen oder Dekoration ist Vorsicht geboten. Nägel oder Dübel könnten die Rohrleitung der Wandheizung beschädigen. Wer dennoch nicht mit einer kahlen Wand leben möchte, ist mit detaillierten Planzeichnungen der Heizungsmontage gut beraten.

Bei der Modernisierung oder der Neuinstallation einer Heizung interessieren sich Verbraucher immer mehr für alternative Heizsysteme.
Heizungstipp stellt daher einige entsprechende Systeme vor.