Heizkessel
Ein Heizkessel besteht aus einem Brenner, welcher die Brennkammer des Kessels erwärmt. Um die Brennkammer herum sind Rohrleitungen installiert, in denen Wasser die Wärme aufnimmt, dieses sog. Heizungswasser wird in das Heizsystem eingespeist und zirkuliert nun im zu beheizenden Gebäude. Heizkessel können mit unterschiedlichen Brennstoffen befeuert werden, in Privathaushalten ist zu mehr als 50 % Erdgas anzutreffen, aber auch Heizöl wird sehr häufig verwendet. Daneben kann ein Heizkessel auch mit Holz oder Pellets betrieben werden.
Brennwertkesel
Die Heizkessel unterscheiden sich, je nachdem, welcher Brennstoff verbrannt werden soll. Darüber hinaus kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz wie etwa die Brennwerttechnik, bei der auch die im Wasserdampf des Abgases enthaltene Wärme genutzt wird. Die am häufigsten eingesetzte Gasheizung zeichnet sich durch saubere Verbrennung aus – Erdgas verbrennt mit weniger Schadstoffen und daher umweltschonender als Erdöl. Ein mit Erdgas betriebener Heizkessel kann auch mit Flüssiggas betrieben werden, falls im betreffenden Gebiet kein Erdgas zur Verfügung steht. Außerdem bieten viele Gasversorger mittlerweile Biomethan an, so dass die Umwelt noch stärker geschont werden kann. Biomethan ist auf Erdgasqualität aufbereitetes Biogas. Es kann aus Abfällen der Landwirtschaft hergestellt werden – häufig produziert man Biogas aus Gülle. Ein weiterer Vorteil des mit Erdgas beheizten Heizkessels ist die Tatsache, dass im Gegensatz zu Erdöl oder Holz keine Lagerflächen oder Lagerräume erforderlich sind. Das Erdgas wird nicht bevorratet, sondern nach Verbrauch abgerechnet.
Sicherheit
Die Vorbehalte, ein Heizkessel mit Erdgas sei gefährlich, sind angesichts der modernen Technologie und der kontinuierlichen Überprüfung der Funktion der Anlage durch den Schornsteinfeger völlig unangebracht. Die Zündsicherung bewirkt, dass nach Erlöschen der Flamme kein Erdgas aus dem Heizungssystem austreten kann. Durch die Verbrennungswärme wird ein Magnetventil geöffnet, welches die Gaszufuhr regelt. Sehr alte Anlagen verfügen oft noch nicht über diese Technologie, so dass eine Modernisierung nicht nur einen deutlich geringeren Brennstoffverbrauch, sondern auch eine wesentlich höhere Sicherheit mit sich bringt.
Vorteile bei der Modernisierung
Modernisieren alter Heizkessel ermöglicht außerdem die Umstellung auf die sehr effiziente und Brennstoff sparende Brennwerttechnik, so dass sich die Investition sowohl bei Gas- als auch bei Ölheizungen binnen kurzer Zeit rechnet. Ein weiterer Vorteil moderner Heizkessel liegt darin, dass sie nicht nur für das Beheizen eines Gebäudes eingesetzt werden können, sondern auch die Bereitstellung von Warmwasser möglich ist. Nicht überall sind zentral installierte Heizkessel möglich – die sog. Zentralheizung, welche das gesamte Gebäude versorgt. Häufig sind daher Gasthermen anzutreffen, die beispielsweise eine Etage beheizen oder im Bad für Warmwasser sorgen. Solche Thermen benötigen extrem wenig Platz und werden meist wandhängend verbaut. Sie sind in sehr variablen Leistungsbereichen erhältlich und können daher praktisch jeden Bedarf abdecken. Bei einer Gastherme wird die Verbrennungsluft ohne ein Gebläse direkt durch den Kaminzug in die Brennkammer gesaugt, was diese Geräte extrem leise macht. Wichtig ist hierbei, nachströmende Frischluft sicher zu stellen, um den Verbrennungsluftverbund zu gewährleisten.
Bei der Modernisierung oder der Neuinstallation einer Heizung interessieren sich Verbraucher immer mehr für alternative Heizsysteme.
Heizungstipp stellt daher einige entsprechende Systeme vor.