Gasheizung

Funktionsweise und Komponenten

Eine Gasheizung besteht im Prinzip aus den gleichen Komponenten wie jedes andere Heizsystem: Der Brennstoff wird in der Therme verbrannt und die entstehende Wärme dazu genutzt, den Heizkreislauf und den Warmwasservorrat zu erhitzen. Im Heizkreislauf wird mit der Umwälzpumpe das heiße Wasser durch die Heizkörper geleitet und fließt abgekühlt zur Therme zurück. Der Hauptunterschied bei Gasheizungen im Vergleich zu anderen Systemen besteht darin, dass bei vorhandenem Gasanschluss zum Energieversorger der Vorratstank entfallen kann. Gerade dies macht eine Gasheizung interessant: Sie braucht weniger Platz und ist in der Anschaffung deutlich günstiger als beispielsweise eine Ölheizung. Die Gastherme kann bespielsweise auf dem Dachboden installiert werden, was in Neubauten den Kamin spart, da in diesem Fall nur ein Rauchgasrohr nötig ist.

Heizwert- und Brennwerttechnik

Bei Nutzung der herkömmlichen Heizwerttechnik wird das Gas im Brenner verbrannt und die dabei entstehende Wärme genutzt. Die modernere Brennwerttechnik gewinnt zusätzlich im Wärmetauscher die Kondensationswäre des Wasserdampfes aus dem Abgas und ist somit um rund 10% effizienter als eine Gasheizung mit Heizwerttechnik. Zudem wird der CO2-Ausstoß erheblich gesenkt, was einen Beitrag zum Umweltschutz bedeutet. Bei neuen Gasheizungen sollte daher in Brennwerttechnik in Verbindung mit einer energieeffizienten Umwälzpumpe investiert werden. Letztere spart bis zu 80% der Stromkosten gegenüber einer herkömmlichen Pumpe für den Heizungskreislauf. Gasthermen sind aufgrund der nahezu rückstandslosen Verbrennung von Gas vergleichsweise günstig in der Wartung. Die regelmäßig Wartung von Gasheizungen ist unerlässlich - die optimale Einstellung des Brenners kann nochmals bis zu 10% Brennstoff einsparen.

Vor- und Nachteile einer Gasheizung

Die Gaspreise sind an die Ölpreise gekoppelt und liegen konstant etwas darüber. Wer keinen Gastank besitzt, ist an lokale Gasanbieter angewiesen und kann nicht zu saisonal günstigen Preisen einkaufen. Ebenso wie Erdöl sind Erdgaslieferungen aus dem Ausland in den letzten Jahren zunehmend zu einem Politikum geworden, und die weltweiten Reserven an fossilen Brennstoffen werden bekanntlich knapp. Demgegenüber sind die Anschaffungskosten für eine Gasheizung nicht so hoch.

Gasheizung in Verbindung mit Biogas

Das Wärmegesetz schreibt vor, dass Privatkunden bei Neubauten und Heizungssanierungen einen festgelegten Anteil an erneuerbaren Energien nutzen müssen. Eine interessante Entwicklung ist in diesem Zusammenhang die Nutzung von Biogas über lokale Energieversorger. Durch das Verfahren einer physikalisch-organische Wäsche wird dem Biogas Kohlendioxid entzogen, das damit auf Erdgasqualität veredelt wird und über die normalen Gasleitungen zum Endverbraucher transportiert werden kann. Bisher wurde Biogas hauptsächlich direkt beim Erzeuger in Blockheizkraftwerken mittels Kraft-Wärme-Kopplung zur Stromerzeugung verwendet und die entstehende Wärme entweder ungenutzt gelassen oder unter thermischen Verlusten an andere Verbraucher weitergeleitet. Die Versorgung von Privatkunden mit Biogas in Reinform oder als Beimischung zum Erdgas bietet somit neue Perspektiven für den Betrieb der Gasheizung.

Bei der Modernisierung oder der Neuinstallation einer Heizung interessieren sich Verbraucher immer mehr für alternative Heizsysteme.
Heizungstipp stellt daher einige entsprechende Systeme vor.