Brennstoffe für Blockheizkraftwerke
In einem Blockheizkraftwerk wird über einen Verbrennungsmotor ein Generator angetrieben, der elektrische Energie erzeugt. Dabei wird das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung genutzt. Der Antrieb für die Stromerzeugung in einem BHKW kann aber außer einem typischen Verbrennungsmotor, also Diesel-, Gasmotor oder Gasturbine auch ein Stirlingmotor, ein Holzvergaser oder ein Dampfmotor sein. Es werden seit einiger Zeit auch Brennstoffzellen eingesetzt (dann ist kein Generator notwendig). Diese verschiedenen Antriebsmaschinen wiederum können mit den unterschiedlichsten Brennstoffen betrieben werden. BHKW Brennstoffe lassen sich ebenso in fossile und nachwachsende beziehungsweise erneuerbare Brennstoffe einteilen.
Fossile BHKW Brennstoffe
Hier sind in erster Linie Erdöl und Erdgas, aber auch Kohle zu nennen. Sowohl Otto- wie auch Dieselmotoren und Stirlingmotoren können mit leichtem Heizöl betrieben werden. Der Betrieb der Motoren mit Heiz- oder Dieselöl ist mit den typischen Nachteilen behaftet: Denn einerseits setzt Heizöl hohe Kohlendioxidemissionen aus und andererseits sind die Ressourcen begrenzt. Allerdings ist die Technik dieser Motoren ausgereift und es muss keine Mineralölsteuer entrichtet werden, wenn es sich um ein Mini-BHKW handelt, mit einer Leistung kleiner als 2000 kW.
Erdgas und Flüssiggas werden in Gasmotoren oder Gasturbinen verbrannt. Außerdem sind sie geeignete Brennstoffe für Brennstoffzellen mit Reformer und Stirlingmotoren. Ebenso wie für Erdöl muss bei Mini-BHKW‘s keine Energiesteuer entrichtet werden.
Regenerative BHKW Brennstoffe
Diesel-, Gas- oder Stirlingmotoren für Blockheizkraftwerke können aber auch mit regenerativen Brennstoffen betrieben werden. So ist Biogas, das durch die Vergärung von Biomasse entsteht, für Gas- und Stirlingmotoren und Gasturbinen geeignet. Gleiches gilt für Klärgas und Deponiegas. Für Dieselmotoren und Stirlingmotoren sind auch Pflanzenöle (mit anderen Worten Biodiesel, Rapsmethylester) ein geeigneter BHKW Brennstoff. Zu diesen Pflanzenölen zählen aber außer Rapsölen auch Palmöl und Sojaöl. Hierzu hat es Diskussionen über ihre Umweltverträglichkeit gegeben, weil es zu Rodungen im Zusammenhang mit der Herstellung von Palmöl gekommen ist und andererseits Sojaöl ein Nahrungsmittel ist, das sich durch die Nutzung als Brennstoff erheblich verteuerte. Schließlich ist Holz ein nachwachsender BHKW Brennstoff, der als Pellet oder Hackschnitzel verbrannt wird. Das entstehende Holzgas kann dann in Stirlingmotoren, Gasmotoren oder Gasturbinen genutzt werden.
Fazit und Vorteile regenerativer BHKW Brennstoffe
Alle regenerativen BHKW Brennstoffe haben den großen Vorteil, dass sie eine CO2-neutrale Verbrennung ermöglichen. Sie gelten daher als besonders umwelt- und ressourcenschonend. Außerdem wird eine höhere Einspeisevergütung bei der Nutzung regenerativer BHKW Brennstoffe gezahlt.